05.02.2018, von NDR 1 Niedersachsen

THW-Jugend aus Melle gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 2. Februar zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Benjamin Look, Dorothea Siebart und Pascal Pfeiff mit Moderatorin Kerstin Werner über die Arbeit des Technischen Hilfswerks mit der Jugend in Melle. Das THW untersteht wegen des Zivilschutzes und Katastrophenschutzes als Bundesbehörde dem Bundesinnenministerium.

Foto: NDR

Im Stadtgebiet Melle und der Umgebung kam Benjamin Look vor etwa 2,5 Jahren ebenso wie Dorothea Siebart dazu. Benjamin Look kümmert sich neben seiner Arbeit Jugendbetreuer auch um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Freunde machten Dorothea Siebart auf das THW aufmerksam. Sie beschäftigt sich begeistert mit technischen Geräten. Bei ihrem ersten Dienst lernte sie den Schere-Spreizer kennen: Wenn bei einem Autounfall Türen aufgehebelt und Metall durchgeschnitten werden muss, sah sie zunächst zu. Inzwischen macht sie die Grundausbildung und "darf alles", freut sie sich. Sie lernt die Grundlagen der Arbeit kennen und kann sie künftig anwenden: Beleuchtung, Krankentransport, Sprechfunkausbildung gehören dazu. Auf Einsätze im In- und Ausland wird sie dabei vorbereitet: "Wir sind dafür da, anderen Menschen zu helfen,"

Pascal Pfeiff fing schon vor 10 Jahren beim THW an, nachdem ein Freund ihn mitnahm. Er ist inzwischen Jugendbeauftragter und organisiert "das Ganze so ein bisschen", sagt er heiter. Das Motto beim THW für die Jugendlichen ist "spielend helfen lernen". Deshalb erleben die Jugendlichen die ganze Technik live: Altersabhängig dürfen sie mitmachen und auch Gerät bedienen. Schon die Autos mit Blaulicht faszinieren die meisten Kinder. Das Programm "THW macht Schule" führt deshalb schon Schüler in die Arbeit ein. Auch auf Stadtfesten gibt es die Möglichkeit für alle Interessierten, erste Blicke auf die Arbeit und Geräte zu werfen. Zu den Proben bei den Jugendlichen gehört sehr viel. Eine bestimmte Übung beispielsweise dauert 24 Stunden - wie ein echter Einsatz. Da kann dann auch nachts noch etwas gefordert werden, wenn eigentlich Ruhezeit sein sollte. Auch ein Auslandseinsatz wird bei solchen Übungen simuliert: Typische THW-Einsätze werden "wie echt" durchgezogen. 400 Jugendliche haben daran teilgenommen, Beleuchtung aufgebaut, Pumpen installiert, Menschen betreut ... So werden sie auf den Ernstfall vorbereitet.

Neben den Übungen werden auch Ausflüge gemacht: Kletterparks oder Freizeitparks werden besucht, das Miniaturwunderland in Hamburg, auch Zeltlager gehören dazu. Spaß machte im vorigen Sommer das "Eltern-Grillen" - sprich: Die Eltern grillten für die Kinder. In diesem Monat steht noch ein Besuch bei der Regionalleitstelle in Osnabrück an. Da sehen dann alle, wie es dort aussieht und zugeht, wenn ein Notruf eingeht.

Acht Betreuer begleiten die 30 Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 18. Jeden 2. Sonnabend ist Dienst von 15 bis 18 Uhr - dann treffen sich alle in der THW-Unterkunft Melle - In der Eue 4. Wer sich nun auch für die THW-Jugend in Melle interessiert ist schon am morgigen Sonnabend (03.02.) herzlich willkommen - oder eben dann wieder in zwei Wochen-Rhythmus.


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